Induktionskochfeld Kaufberatung – darauf ist beim Kauf zu achten

Induktionskochfelder sind im Kommen. Aktuelle Marktstudien zeigen, dass sich immer mehr Menschen für das Induktionskochfeld begeistern. Immerhin 44 Prozent aller Menschen, die aktuell eine neue Küche einrichten, entscheiden sich für das Induktionskochfeld. Mit gutem Grund. Allerdings gilt es vor dem Kauf einige wichtige Dinge zu beachten, damit das Kochen und Braten mit der neuen Kochplatte auch zu einem rundum gelungenen Erfolg wird.

Schnelles und günstiges Erhitzen

Wer sich für das Induktionskochfeld entscheidet, tut dies wahrscheinlich aus zwei wesentlichen Gründen. Induktionskochplatten erhitzen Pfannen und Töpfe wesentlich schneller als herkömmliche Elektro- oder Gasherde und sind dabei sogar noch viel energiesparsamer. Zum Vergleich:

Herdart Dauer um 1 Liter Wasser zu erhitzen
Gasherd ca. 5 Minuten
Elektroherd ca. 7 Minuten
Induktionskochfelder ca. 3 Minuten

Trotz der besseren Leistung verbrauchen Induktionskochfelder viel weniger Energie. Durchschnittlich liegt die Ersparnis zwischen 30 und 40 Prozent. Gerade einmal 134 Wattstunden benötigt ein Induktionskochfeld zum Erhitzen des Wassers.

Kalt kochen mit Induktionsplatten

Der große Vorteil von Induktionsplatten liegt allerdings auch in der Technik, die vor allem für mehr Sicherheit in der Küche sorgt. Induktionsplatten erhitzen lediglich das Kochgeschirr auf den Platten und geben keine Wärme an die Umgebung oder an die Ränder des Kochfelds ab.

Zurückzuführen ist dies auf eine innovative Kochtechnologie. Unterhalb der Kochplatte beim Induktionsfeld versteckt sich eine Spule, die von Wechselstrom durchflossen wird. Die Kupferspule erzeugt ein elektromagnetisches Feld, die Strahlung wird vom leitenden Material des Kochgeschirrs aufgenommen. Die Kochplatte selbst wird nur indirekt erwärmt, Töpfe und Pfannen allerdings umso mehr.

Dies hat allerdings zur Folge, dass nur bestimmtes Kochgeschirr beim Kochen mit Induktionsplatten verwendet werden kann. Die Töpfe und Pfannen müssen imstande sein, die elektromagnetischen Impulse aufzunehmen und weiterzuleiten.

Für Induktionsfelder geeignetes Kochgeschirr besteht aus:

  • Stahlemaille
  • Gusseisen
  • Edelstahltöpfe mit magnetischem Boden

Wer sich nicht eigens neues Kochgeschirr anschaffen möchte, der kann womöglich sein eigenes weiterbenutzen. Hierfür kann ganz einfach der Magnettest gemacht werden. Haftet ein Magnet an der Unterseite des Topfes, dann kann dieser auch problemlos auf dem Induktionskochfeld verwendet werden.

Beim Neukauf hilft ein Blick auf den Boden. Neueres und modernes Kochgeschirr, welches sich auch für Induktionskochplatten eignet, besitzt auf dem Boden in der Regel eine Art Spulenaufzeichnung. Töpfe und Pfannen aus Aluminium, Edelstahl und Kupfer können allerdings nicht verwendet werden.

Wichtige Merkmale der Oberfläche bei Induktionskochplatten

Was beim Kauf eines neuen Induktionskochfeldes ebenfalls relevant ist, das ist die Oberflächenbeschaffenheit. Für neu erworbene Induktionsplatten sollte dies im Regelfall ganz selbstverständlich sein, etwas näheres Hinschauen kann aber dennoch nicht schaden. Induktionsplatten dürfen keine Risse oder anderweitige kleinere Kerben vorweisen, zudem sollte die Oberfläche glatt und eben sein.

Auch die Verarbeitung ist diesbezüglich sehr wichtig. Induktionskochfelder besitzen eine Oberfläche aus Glaskeramik, die besonders empfindlich auf stärkere Erschütterungen reagiert. Ein hochwertiger Edelstahlrahmen ist daher zwingende Voraussetzung, um Platte und Kochfeld zu schützen. Dies gilt insbesondere für Modelle, die nicht fest und stationär verwendet werden, sondern für den mobilen Gebrauch gedacht sind.

Topferkennung und Bedienelemente

Moderne Induktionskochfelder sind mittlerweile mit einer Art Kochautomatik ausgestattet. Dies bedeutet, dass sie Töpfe automatisch erhitzen, sobald man diese auf das vorgesehene Kochfeld stellt, aber eben nur, wenn auch geeignetes Material vorhanden ist. Andernfalls wird der Dienst versagt. Auch dies kann der Sicherheit dienen.

Die automatische Topferkennung ist zeitgleich auch ein Instrument, um den Energieaufwand zum Erhitzen möglichst gering zu halten. Je nach Größe des Topfes passt das Induktionskochfeld die Heizkreise an. Je größer der Topf, desto mehr Kreise werden aktiviert. Auch so wird verhindert, dass unnötig Energie aufgewandt wird.

Das Spiel ist aber auch in die andere Richtung möglich. Werden Töpfe und Pfannen entfernt, schaltet sich die Platte automatisch aus. Vergessliche Köpfe vermeiden somit, dass das Induktionskochfeld aus Versehen einmal angelassen wird.
Die modernsten Induktionskochfelder gehen noch einen Schritt weiter in Sachen Nutzerkomfort. Sie passen ihre Heizkreise automatisch an. In diesem Fall hat man die Möglichkeit, Töpfe und Pfannen beliebiger Größe auf der Kochplatte zu platzieren. Die Induktionsplatte erkennt Topf- und Pfannenart und –größe automatisch und aktiviert die Heizkreise genau dort, wo das Kochgeschirr aufgestellt wurde.

In puncto Bedienung sind Induktionskochplatten in der Regel mit Touch-Elementen ausgestattet. Manche lassen sich sogar komplett per Sprachbefehl steuern, obwohl dies wohl eher Spielerei als wirklich nützlich ist. Allerdings gibt es Induktionskochplatten auch noch mit ganz klassischen Bedienelementen, was häufig die günstigste Variante ist.

Induktionsplatten besitzen Lüfter

Geräuschlos läuft das Kochen mit Induktionskochplatten allerdings nicht ab. Sie sind zwangsläufig mit Lüftern ausgerüstet, die ein Überhitzen der Spulen vermeiden. Während des Kochens werden diese aktiviert und sind auch zu hören. Im Gegensatz zur allgemeinen Befürchtung sind diese aber keinesfalls störend und werden in der Regel sogar vom Brutzeln der Pfanne übertönt.
Geräusche entstehen allerdings auch aufgrund des elektromagnetischen Felds. Dieses versetzt das Kochgeschirr und die Kochplatte in Schwingung. Hierdurch entsteht das typische Brummen während des Betriebs, welches aber ebenfalls zu keiner störenden Lärmentwicklung führt.

Induktionskochfelder sind nicht für jeden geeignet

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Induktionskochfeld zuzulegen, der sollte erst einmal seinen Gesundheitszustand überprüfen. Für manche Personen kann das Kochinstrument zu einem Gesundheitsrisiko werden, obgleich es für alle anderen keine Risiken birgt.

  • Für Schwangere kann die elektromagnetische Strahlung womöglich gefährlich werden. Zwar gibt es keine konkreten Hinweise, allerdings können Risiken für Mutter und Kind nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
  • Personen mit Herzschrittmachern dürfen nicht in die Nähe von Induktionsplatten. Die Strahlung kann womöglich die Funktion des Herzschrittmachers einschränken, was unter Umständen lebensgefährlich sein kann.

Allgemein gilt, dass vor der Strahlung keinerlei Gefahr ausgeht. Hersteller weisen dennoch oft darauf hin, dass ein Sicherheitsabstand von bis zu fünf Zentimetern zur Kochplatte eingehalten werden sollte.

Fazit – Induktionsplatten sind die Zukunft des modernen Kochens

Wer sich ein Induktionskochfeld zulegt, macht nichts falsch, erst Recht nicht, wenn er sich an die Tipps und Geräte aus unserem Induktionskochfeld Kaufratgeber und unseren Testberichten hält. Abschließend eine kleine Checkliste mit Fragen, die jeder vor dem Kauf für sich beantworten sollte:

  • Soll das Induktionskochfeld stationär eingebaut oder mobil sein?
  • Lege ich Wert auf eine moderne Bedienung oder genügen auch klassische Bedienelemente?
  • Bin ich gesundheitlich für die Nutzung des Induktionskochfelds eingeschränkt?
  • Ist die Kochplatte intakt, unbeschädigt, hochwertig verarbeitet und mit Sicherungsrahen ausgerüstet?
  • Sind funktionelle Extras wie automatische Topferkennung oder Kinder